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Tenniswanderung „Wildnispfad Baden-Baden“ am Samstag, den 2.10.2010
Am Samstagmorgen um 9.00 Uhr fuhr ich mit Rucksack und Labradorhund „Paul“ zu unserem Treffpunkt am Durlacher Bahnhof. Dort traf ich auf eine Gruppe, die gemütlich einen zweiten Morgenkaffee zu sich nahm. Als alle 15 Teilnahmewilligen eingetroffen waren, stiegen wir bei Regen in den Zug nach Baden-Baden. Zünftig bei Brezeln und Sekt merkten wir gar nicht, wie schnell wir dort angekommen waren. Ein Umstieg in den Bus zur Bühlerhöhe – und schon standen wir frisch gestärkt am Einstieg zum Wildnispfad.
Unser Trupp formierte sich in eine lange Menschenkette, die Paul immer wieder ablief. Der schmale, etwa 4,5 km lange Pfad führte uns nach wenigen Metern in eine vom Orkan „Lothar“ vor mehr als 10 Jahren zerstörte Landschaft. Einer nach dem anderen stapften wir immer tiefer hinein in einen Urwald, der seit dem Sturm sich selbst überlassen wurde. Holzleitern halfen uns an besonders schwierigen Stellen, die umgestürzten, zum Teil über hundertjährigen Baumstämme zu überwinden. An einigen Stellen erweiterte sich der Pfad durch den Mischwald und wir erreichten schließlich den „Buchendom“, wo man auf einer Holzliege das riesige Blätterdach bewundern kann. Wegen des Nieselregens wollte aber leider niemand dieses Vergnügen erleben. Einige fasste aber den Vorsatz, ein zweites Mal bei trockenem Wetter dorthin zu gehen.
Immer wieder fanden sich Gruppen zusammen, um die entwurzelten Bäume und ihre riesigen Wurzelteller zu bestaunen. Wie moderne Kunstwerke sahen einige zersplitterte Stämme aus, die schon wieder von kleinen Tannenbäumchen umwachsen werden. Weiter ging es zum nächsten Höhepunkt dieses abwechslungsreichen Erlebnispfades, dem „Adlerhorst“. Alle Teilnehmer balancierten auf der schwingenden Hängebrücke in die Baumkronen zu einer Aussichtsplattform. Bei gutem Wetter hat man hier sicher eine prächtige Aussicht auf die Berge des Schwarzwaldes.
Nach einem kurzen Abstecher zu den „Wollsackfelsen“ sammelten wir uns auf einer Lichtung bei einer Quelle. Andreas erschien etwas bleich zwischen den Tannenbäumchen. Er war auf einer wackeligen Steinplatte ins Wanken geraten und hatte sich beim Sturz das Schienbein aufgeschlagen. Dank der guten medizinischen Versorgung lief er aber tapfer weiter.
Vorbei an der „Märchenwiese“ und dem „Blitzbaum“ erreichten wir nach etwa 2 ½ Stunden den Ausgangspunkt unserer Wanderung. Der Regen hatte inzwischen nachgelassen und wir liefen steil bergab zur Waldgaststätte „Kohlbergwiese“, um uns nach den Strapazen zu stärken und den Abschluss unserer so abwechslungsreichen Wanderung zu feiern.
Mit dicken Bäuchen, keuchend aber gut gelaunt stürmten wir den Abhang wieder hinauf zur Schwarzwaldhochstrasse und der dortigen Bushaltestelle „Plättig“. Unsere Rückfahrt bot genügend Zeit, um sich über diesen erlebnisreichen Tag auszutauschen und zu erfreuen.
Wie sind schon jetzt gespannt, was sich Esther und Hermann für die Wanderung im nächsten Jahr ausdenken werden.
Beate Staubach


