100 Jahre Spvgg: Bilder und Bericht zum Festakt
Festakt am Freitag, 16. April 2010
Über 100 Ehrengäste aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Verbänden und Vereinen hatten sich zum Festakt am 16.4.2010 im Oberwaldstadion eingefunden.
Oberbürgermeister Heinz Fenrich zeigte als Hauptredner in seiner emotionalen und humorvollen Festansprache, dass er sich ausführlich und intensiv mit der Festschrift und der Geschichte der Spielvereinigung befasst hatte.
Seine rhetorische Frage, „welches ist das schönere Stadion: das Wildparkstadion oder das Oberwaldstadion?“ beantwortete er gleich selbst und lobte die weise Voraussicht der Vorgänger von 1. Vorsitzendem Wilhelm Berggötz, die trotz großem Widerstand im Verein (Wunsch nach Sportplatz „in Kirchturmnähe“) und in der Stadtverwaltung diese vorbildliche Anlage geplant und mit viel Eigenarbeit errichtet hatten.
Ortsvorsteherin Alexandra Ries, laut Wilhelm Berggötz „die beste Ortsvorsteherin, die Durlach je hatte“, zeichnete in bewegten Worten die Bedeutung der Spielvereinigung für Durlach und Aue in den vergangenen 100 Jahren nach. Ihre Wertschätzung der Arbeit der Vereine allgemein und des Jubilars im Besonderen war aus jedem ihrer Worte spürbar.
Zahlreiche weitere Gratulanten aus Verbänden (Bad. Fußballverband, Günter Seith; Turngau Karlsruhe, Jürgen Stober), der ARGEn Durlach und Aue (Wayne Riser und Andreas Ruppell) sowie den Vereinen (TSD, ASV, DJK/Dietmar Sokob) überbrachten ihre Glückwünsche und – darüber freute sich besonders der Kassier Ekkehard Ehmann – so manchen gefüllten Umschlag.
Besonderen Applaus erhielt Mathias Tröndle, der 1. Vorsitzende der Turnerschaft Durlach, für seine amüsante Rede. Er entschuldigte sich „für die Sünden seiner Vorväter“, weil sie 1924 die Fußball spielenden Mitglieder aus dem Turnverein Durlach ausgeschlossen hatten. Er zollte höchsten Respekt und Anerkennung für die tolle Arbeit der SpVgg und bot ein zukünftiges enges gemeinsames Vorgehen an.
Über die jahrzehntelange große Rivalität zwischen der SpVgg und dem ASV Durlach sowohl auf als auch außerhalb des Platzes berichtete deren 1. Vorsitzender „Bubi“ Reize. Er war bekanntermaßen selbst ein Eigengewächs der SpVgg und hatte nach seinem Wechsel zum ASV einige Schwierigkeiten zu überstehen (u.a. den jahrelangen Vereinsausschluss aus der SpVgg), ist aber heute schon längst wieder stolzes Mitglied in Aue.
Zum Abschluss erhielten für über 65jährige Vereinszugehörigkeit und engagierte Mitarbeit Kurt Nägele und das Ehrenmitglied Walter Walschburger, Kurt Harlacher, Heinz Eberhardt und Kurt Kies von Wilhelm Berggötz ihre Urkunden überreicht.
Umrahmt wurde die harmonische Feier durch schwungvolle Melodien des Musikvereins Aue.
Gerald Rieger
Fotos: Patricia Stutz


